VWL

Volkswirtschaft Abitur 2020

LG 10

S

Struktur und Ent­wick­lung inter­natio­naler Ver­flecht­ungen

A

Außen­handels­theo­rien

W

World Trade Organisation

H

Handels­hemmnisse

F

Freihandels­abkommen

W

Wechselkurse

Z

Zahlungs­bilanz

A

Analyse einer Zahlungs­bilanz

Z

Zahlungs­bilanz­ungleich­gewichte

W

Währungs­reserven

"

"Kausalkette" der Leistungs­bilanz

Struktur und Ent­wick­lung inter­natio­naler Ver­flecht­ungen

Die internationale Vernetzung der Welt durch die Globalisierung lies den Warenhandel zwischen 1950 und 2017 um das 35-fache zunehmen und die Weltwirtschaftsleistung verzehnfachte sich. Allerdings hat dieses Zusammenspiel nicht nur Vorteile, so sorgte die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/9 für globale Auswirkungen. Die Verflechtungen halfen aber bereits 2010 mit + 14% aus dem Tief heraus. Der aktuelle Handelskrieg, welcher von den USA ausgeht sowie die Unsicherheiten durch den Brexit haben somit auch Auswirkungen auf die Exportnation Deutschland. Als Teil der EU gehört es zu den drei Hauptakteuren mit China ohne Honkong und den Vereinigten Staaten. Zusammen bilden sie über 75% des gesamten Welthandels. Am meisten wird innerhalb Europa gehandelt mit 4.482 Mrd. US-Dollar (2017). Das zeigt sich auch in den Ex- und Importen Deutschlands. Zwar wir am meisten aus China importiert (91,5 Mrd.) und am meisten in die USA exportiert (113,9 Mrd.), aber die Niederlande (88,1 Mrd. Import und 79,5 Mrd. Export), Frankreich (67 Mrd. Import und 103 Mrd. Export) und Großbritannien (89,3 Mrd. Export) liegen nur knapp dahinter.

Außen­handels­theo­rien

Ursachen bzw. Vorteile des globalen Handels

  • Nicht-Verfügbarkeiten von Gütern
  • Unzureichende Menge oder Qualität
  • Absolute Kostenvorteile z.B. durch natürliche Produktionsvoraussetzungen
  • Komparative Kostenvorteile
  • Spezialisierung → mehr Absatz → Wohlfahrtsgewinnsteigerung
  • Internationale Beziehungspflege
  • Produktvielfalt
  • Wettbewerb sorgt für mehr Innovationen und weniger Monopole

Nachteile

  • Wohlstandseffekte und Wachstumschancen der gerade lukrativsten Branche haben kaum potential
  • Abhängigkeit von Preisentwicklungen
  • Arbeitsplatzstellenabbau durch Strukturwandel, weil das Ausland günstiger produziert gestalten sich häufig problematisch
  • Versorgung in Krisenzeiten / erpressbar
  • Schadstoffausstoß durch Gütertransport


Einführverbote und Kontrollen zum Umwelt- und Verbraucherschutzes dürfen nicht dem Ausland gegenüber eingesetzt werden.

Protektionismus und Freihandel

  • Aufbau von Handelshemmnissen zum Schutz heimischer Märkte
  • Abbau der Hemmnisse sowie die Öffnung der Märkte

World Trade Organisation

  • neben IWF und Weltbank ein zentrale internationale Organisation mit globaler Reichweite
  • Sitz in Genf
  • beschäftigt sich mit Regelungen von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen
  • 15.04.1994 aus GATT in der Uruguay-Runde nach 7 Jahren Verhandlungen gegründet
  • startete am 1.01.1995

Aufgaben

  • Regeln für internationalen Handel formulieren
  • schrittweise Liberalisierung des Handels mit Dienstleistungen
  • Schutz des geistigen Eigentums
  • Verhandlungen zwischen WTO-Vertragsparteien
  • Mitglieder beraten
  • analysieren der Entwicklung des Welthandels

Ziele

  • Abbau aller (tarifären und nicht tarifären) weltweiten Handeslhemmnisse
  • gewährleisten einer vorhersehbaren und transparenten Handelspolitik
  • Steigerung des Wohlstandes


Aufbau

Ministerkonferenz

  • oberstes Organ
  • alle 2 Jahre Zusammenkommen
  • Generaldirektor: Roberto Azevedo
  • formuliert Ziele
  • diskutiert rechtliche Fragen

Allgemeiner Rat

  • für laufende Gespräche verantwortlich
  • Rat für Warenhandel (GATT)
  • Rat für den Handel mit Dienstleistungen (GATS)
  • Rat für Handelsbezogene Aspekte der Schutzrechte geistigen Eigentums (TRIPS)

Allgemeiner Rat in besonderer Funktion

  • Überwachung der Handelspolitik
  • Gremium für die Belegung von Handelskonflikten


Prinzipien / Grundsätze

  • Wurden vom allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) übernommen

Meistbegünstigungsprinzip

  • sind verpflichtet Vorteile, die sie einem Handelspartner geben, auch jedem anderem zu gewähren

Inlädergleichbehandlungsprinzip

  • ausländische und inländische Anbieter müssen gleich behandelt werden, um Diskriminierung zu verhindern

Prinzip der Gegenseitigkeit (Reziprozität)

  • Zölle und andere Handelsbeschränkungen sollen "auf der Grundlage der Gegenseitigkeit und zum gemeinsamen Nutzen" der beteiligten Länder abgebaut werden

Transparenz

  • alle Regeln und Beschränkungen sollen für alle einsehbar sein
  • Veränderungen sollen dem WTO-Sekretariat mitgeteilt werden


Streitschlichtung

  • in den ersten 10 Jahren: 300 Streitschlichtungen
  • bis 2017: auf 500 gestiegen

Schlichtungsverfahren

  • umfasst das ganze WTO-Recht
  • nutzt diplomatisch, rechtliche Streitbeilegungsmechanismen
  • zügige Verhandlungsfristen
  • Ziel: nicht bindendes Urteil, sondern Lösung des Konflikts
  • Handelssanktionen dürfen verhängt werden, wenn Ausgleichsverhandlungen scheitern
  • Grundlagen:
    • Bestimmungen in den GATT, GATS- und TRIPS-Verträgen
    • Vereinbarung über Regeln und Verfahren der Streitbeilegung

DSU

  • Dispute Settlement Understanding
  • gilt für alle WTO-Abkommen
  • räumt Sonderregelungen und Erleichterungen für Entwicklungsländer ein
    • Anrecht auf eine Vertretung aus einem Entwicklungsland im Panel
    • großzügigere Eingabefristen
  • es verpflichtet, den Schlichtungsvorschlag anzunehmen

Organ DSB

  • Dispute Settlement Body
  • ist eine Sitzung des Generalrats
  • kann bindende Entscheidungen treffen
  • besteht aus WTO-Mitgliedern

Reform

  • 2001: Reformwille in Doha-Erklärung festgehalten
  • Konsens, dass Entwicklungsländer mehr berücksichtigt werden sollten
  • Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sollen sich in Verfahren besser einbringen können


Quellen:
- Redaktionelle Leitung: Stefanie Rinaldi; Abgerufen am 02.09.19; URL: https://www.humanrights.ch
- Ohne Verfasser; Abgerufen am 02.09.19; URL: https://www.bmz.de

Handels­hemmnisse

Tarifär

  • der Staat greift im erheblichen Umfang in den Freihandel ein, um Importe zu beschränken
  • durch Zölle
    • spezifische Zölle: bezieht sich auf eine Mengeneinheit
    • Wertzölle: Prozentsatz auf den Preis des Produktes
    • sollen inländische Anbieter schützen z.B. durch Schutzzölle oder Finanzzölle
    • "Perfekter" Schutzzoll (Prohibitivzoll) reduziert Einfuhr & Zolleinnahmen auf Null
    • Finanzzoll auf Güter, deren Nachfrage trotz Preiserhöhungen nicht zurückgeht (geringe Preiselastizität)
  • Rechts- und Wirtschaftsordnungen

Nicht tarifär

  • sind Behinderungen im Außenhandel
  • aus Vorschriften und internen Anweisungen für die Verwaltung
  • dadurch entstehen ggf. Verzögerungen
  • Bsp.: Kontingente, Dumping, Ein- und Ausfuhrverbote

Freihandels­abkommen

Vorteile

  • keine Zölle → günstiger anbieten
  • Wirtschaftswachstum → mehr Beschäftigte
  • weniger Bürokratie
  • größerer Wettbewerb
    • mehr Innovationen
    • günstigere Preise
    • Vermeidung von Monopolen

Nachteile

  • Aufhebung von Normen (Angleichen) von Standards
  • mehr Exporte / Importe → mehr CO2
  • Intransparenz
  • Unternehmen können den Staat verklagen

Wechselkurse

  • Der Wechselkurs ist der Preis einer bestimmten Menge einer Währung ausgedrückt in einer anderen Währung (z.B. 1US-$ in €).
  • Floating: System freier Wechselkurse
  • Deutschland nutzt die Mengennotierung, die angibt wie viel man für einen Euro bekommt.

Devisenmarkt

W(US$/€)Menge in-Nachfrage= $-Angebot-Angebot =$-NachfrageGG-Preis Abwertung Aufwertung

Verschiebung der Angebotskurve nach rechts

W(US$/€)Menge in-Nachfrage= $-Angebot-Angebot =$-NachfrageAbwertung mehr $-Nachfragemehr-Angebot

Verschiebung der Nachfragekurve nach rechts

W(US$/€)Menge in-Nachfrage= $-Angebot-Angebot =$-NachfrageAufwertung mehr-Nachfragemehr $-Angebot


System relativ fester Wechselkurse

KursZeitNachfragekurveAngebotskurve vorInterventionAngebotskurvenach InterventionBandbreiteLeitkurs


Regierungen legen feste Leitkurse (Paritäten) zwischen den Währungen fest mit einer bestimmten Bandbreite, die Wertschwankungen nach oben und unten. Die Bandbreiten gelten heutzutage noch für den freiwilligen WKM-II-Teilnehmer Dänemark.

Interventionspflicht

Die jeweilige Zentralbank muss Währung anbieten bzw. Nachfragen wenn droht, dass die Grenzen über- / unterschritten werden.

System fester Wechselkurse

Die Regierung legt feste Verrechnungseinheiten für Lieferungen und Leistungen fest, die ausländische Exporteure aber meist nicht bereit sind anzunehmen (nicht exportieren). Deswegen müssen solche Länder ihre knappen Devisen bewirtschaften (Devisenbewirtschaftung).

Zahlungs­bilanz

Die Zahlungsbilanz erfasst Transaktionen (wirt. Vorgänge) zwischen Inländern und Ausländern in einem Zeitraum. Das Wort Bilanz ist missverständlich, da nicht Bestände zu einem Zeitpunkt, sondern Geld und Geldströme in Zeiträumen erfasst werden. Sie besteht aus 4 Teilbelanzen, die immer Ausgeglichen sind.

$$I+II+IV-III=0$$

$$I+II=III$$

Ist das nicht der Fall, ermittelt man mit \(III-(II+I)\) den Restposten.

  1. Leistungsbilanz
    • Warenhandel auch Außenhandel oder Warenbilanz genannt
      • Warenex- und Importe
      • Ergänzungen zum Außenhandel
    • Dienstleistungen
      • Reiseverkehr
      • Transporte
      • Finanzdienstleistungen
      • Lizenzen
      • Lohnveredelung
    • Primäreinkommen
      • Erwerbstätigkeit und Vermögen der Inländer im Ausland (Aktiva) und andersherum (Passiva)
      • Arbeitnehmerentgelt
      • Zinsen
      • Dividenden
      • Mieten
      • Pachten
      • Produktions- und Importabgaben
    • Sekundäreinkommen
      • regelmäßige Leistungen aus dem / an das Ausland also Einnahmen / Ausgaben (ohne Gegenleistung)
      • Beiträge an internationale Organisationen
      • Private Renten- und Unterstützungszahlungen
      • Heimatüberweisungen

  2. Vermögensänderungsbilanz
    • einmalige Leistungen aus dem / an das Ausland also Einnahmen / Ausgaben
    • Schuldenerlasse
    • Erbschaften
    • Schenkungen
    • Vermögensmitnahmen von Aus- und Einwanderern
    • nicht produziertes Sachvermögen (z. B. Markenrechte, Emissionszertifikate)

  3. Kapitalbilanz (ist auch Gegenkonto)
    • Ausgaben / Einnahmen für Waren- oder Dienstleistungs- Importe / Exporte u. a.
    • Zu- / Abnahme inländischer Kapitalanlagen im Ausland
    • Zu- / Abnahme der ausländischen Kapitalanlagen im Inland
    • Bsp.: Waren in USA exportiert: Exporterlöse beim Warenhandel (Aktivmehrung) und Passivmehrung in der Kapitalbilanz
    • (Besteht aus):
      • Direktinvestitionen
      • Wertpapieranlagen und Finanzderivate
      • übriger Kapitalverkehr
      • Währungsreserven

  4. Saldo der statistisch nicht aufgliederbaren Transaktionen (Restposten)
    • Einnahmen / Ausgaben aus Geschäften, die unterhalb der Meldegrenze liegen

Analyse einer Zahlungs­bilanz

Aufgabe: Analysieren sie die Zahlungsbilanz für Juli 2019 ausführlich und stellen Sie Vergleiche zum Vormonat an. Vollziehen Sie die Ermittlung der Salden nach und prüfen Sie auch, ob die Zahlungsbilanz ausgeglichen ist.



In der Pressenotiz der deutschen Bundesbank vom 12. September 2019 aus Frankfurt am Main erschienen wichtige Posten der Zahlungsbilanz von Jan/Jul 2018 und 2019 sowie Juni und Juli 2019 separat.

Leistungsbilanz

Als erstes in der Leistungsbilanz wird der Warenhandel aufgeführt. Im Vergleich zum Vormonat sind die Im- und Exporte gestiegen. Durch den größeren Anstieg der Exporte auf 115,3 Mrd. € stieg auch der Saldo auf 23,4 Mrd. € und es bleibt damit eine aktive Warenbilanz. Zwar gab es kleine Änderungen der Aus- und Einfuhren gegenüber dem Vormonat Juni, dennoch bleiben die Dienstleistungen ein Defizit mit -5,4 Mrd. € Die Änderungen im dritten Konto der Leistungsbilanz, dem Primäreinkommen sind noch minimaler und bleiben fast unverändert bei einem Plus von 8,7 Mrd. € (statt 8,9 Mrd. €). Das Sekundäreinkommen sinkt von -3,3 Mrd. € auf -4,6 Mrd. € womit die Leistungsbilanz sich trotzdem von 20,9 auf 22,1 Mrd. € verbessert und damit eine aktive Bilanz bleibt.

Vermögensänderungsbilanz

Sie hat sich um 0,5 Mrd. € verbessert auf 0,4 Mrd. € und ist damit von einem Defizit zu einem Überschuss geworden und von einer passiven zu einer aktiven Bilanz.

Kapitalbilanz

Es ist das Gegenkonto von sich selbst oder den anderen Bilanzen. Inländische Anlagen im Ausland stiegen sowie die ausländischen Anlagen im Inland. Allerdings erheblicher, sodass aus 2,1 Mrd. € ein Defizit von -3,1 Mrd. € wurde. Die Wertpapiere sanken auch und zwar auf 10,8 Mrd. € genau wie die Finanzdividente von 4,8 Mrd. € auf 3 Mrd. Der übrige Kapitalverkehr gliedert sich noch in monetäre Finanzinstitute, Undernehmen und Privatpersonen, Staat und Bundesbank. Insgesamt ist es ein Defizit das weiter auf -10,8 Mrd. € sank. Es wurden Währungsreserven im Juli angeschafft im Gegensatz zum Vormonat indem welche ausgegeben wurden.

Restposten

Damit die Bilanz ausgeglichen ist, werden unter "statistisch nicht aufgliedbare Transaktionen" die restlichen Mrd. € aufgelistet. Letzen Monat -2,8 Mrd. € deutlich gesunken auf -23 Mrd. €

Überprüfung

$$I+II+IV-III=0$$

$$22,1+0,3-23-(-0,6)=0$$

Zahlungs­bilanz­ungleich­gewichte

Zwar formal immer ausggeglichen, deswegen werden die Teilbilanzen, oft Leistungs- oder Devisenbilanz, analysiert. So ist zum Beispiel ein zu hoher Exportüberschuss ist stabilitätsgefährdend.

Gründe

  • Strukturunterschiede der Produktionsfaktoren
  • unterschiedliche Preisniveaus
  • unterschiedliche Zinsniveaus
  • politische Entscheidungen (z. B. Ex- oder Importverbote, Beschränkungen)
  • Wechselkurse
  • Demografie
  • Ölpreis
  • (un-) erfolgreiche Exportfirmen

Auswirkungen

hier für den Überschuss (Defizit genau umgekehrt)

  • Beschäftigung steigt (in exportnahen Feldern)
  • Zinsniveau sinkt
  • inländischer Geldumlauf steigt -> mehr € Nachfrage zum Bezahlen der Güter
  • Preisniveau steigt; mehr Geld im Umlauf -> also weniger Wert
  • außenpolitischer Druck steigt
  • Verschuldung zum Ausland sinkt / nicht vorhanden


Maßnahmen zum Beheben

Währungspolitisch

  • bei flexiblen Wechselkursen kommt es (theoretisch) automatisch zum Ausgleich durch den "Wechselkursmechanismus"
  • bei (relativ) festen Wechselkursen sorgen die Regierungen bzw. Zentralbanken für Auf- bzw. Abwertungen

sonstige

hier für den Zahlungsbilanzüberschuss (Defizit genau umgekehrt)

Exporte drosseln und Importe erhöhen

  1. Erhöhung der inländischen Nachfrage (expansive Wirtschaftspolitik)
    • z. B. durch erhöhen der Staatsnachfrage oder Steuersenkungen für die private Nachfrage
  2. Behebung der unterschiedlichen Preisniveaus
    • Zollpolitik
      • Senkung der Importzölle
      • Anhebung der Exportzölle
    • Subventionspolitik
      • Exportsubventionen abbauen
      • Importsubventionen anheben
  3. Mengenpolitische Maßnahmen
    • Feste Exportkontigente
    • Exportverbote
  4. sonstige administrative Maßnahmen
    • Nur Defizit: Festlegung von Normen zu "Diskriminierung" ausländischer Produkte
    • staatliche Bevorzugung ausländischer
    • Beenden staatlicher Ausfuhrgarantien und -bürgschaften (Risiko der Exporteure steigt)

Ist der Grund für ein Zahlundsbilanzdefizit durch Strukturunteschiede, müssen diese durch staatliche Förderung abgebaut werden

Währungs­reserven

Währungsreserven oder auch Valutareserven und Devisenreserven sind Edelmetalle wie z. B. Gold und andere Währungen. Mit ihnen kann man die eigene Währung lenken. So sorgt Einkauf fremder Währungen für eine Abwertung (preisniveau sinkt), was die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.

"Kausalkette" der Leistungs­bilanz

Überschuss (E > I)

Um die importierten Güter zu bezahlen, wird mehr € nachgefragt. Das führt zu einer €-Aufwertung ($-Abwertung), welche Exportgüter teurer fürs Ausland macht und Importgüter günstiger. Es wird nicht mehr so viel exportiert, der Zahlungsüberschuss sinkt.

Defizit (E < I)

Da andere Währungen nachgefragt werden um die Importgüter zu bezahlen und weniger € nachgefragt wird, wird der € abgewertet ($-Aufwertung). Importieren unserer Güter ist günstiger und wir exportieren mehr. Das Zahlungsdefizit sinkt.