Religion

Abitur 2020 Abdecker

Zusammen­hang vom christ­lichen Menschen­bild und Trinitäts­glauben

Geheimnis Mensch

  • Mensch ist vieldeutig
    • „Das ist doch menschlich“
    • „… ist auch nur ein Mensch.“
    • „Mutter Teresa – die war ein Mensch!“
  • Frage: Wer bin ich eigentlich?
    • Wer soll ich sein?
    • Wer muss ich sein?
  • Mensch ist ambivalent; Widerspruch
    • Begrenzt, bedingt z. B. durch den Tod
    • „Grenzenlos“, „unendlich“, nie am Ziel, immer neue Wünsche
  • Menschen sind sich selbst eine einzige große Frage
  • Romano Guardinis: „Nur wer Gott kennt, kennt den Menschen.“
  • Gott ähnlich sein
    • Nicht einfach eine Abbildung, Kopie oder Entsprechung
    • Hat etwas unbedingtes wie Gott ins sich; von niemandem (nicht mal Gott) antastbare Würde, Hoheit und Größe
    • „freies, ansprechbares und antwortfähiges Gegenüber“ Gottes
  • Daraus folgt die Frage wer Gott sei
  • Gott ist die Liebe, Beziehungswirklichkeit (Communio), Gemeinschaft
  • Liebe erfordert eine Beziehung
  • Gemeinschaft ist für uns die Beziehung von selbstständigen Personen, die auch selbstständig bleiben in einer Gemeinschaft
  • Nicht als „Göttergemeinschaft“ verstehen
  • Gott ist ein ewig dynamischer Prozess
  • Darstellung in mehreren Bildern
    • „Lebensaustausch“:
    • Raum-Geben: Jede Person gibt der anderen in sich Raum d. h. die eine Person ist in der anderen, die andere in der einen
  • Communio Gesetz: Je mehr man mit dem anderen verbunden ist, umso mehr ist man ein Selbst
  • Gott ist
    • Eine, einzelne, eigenständige Wesen
    • Nur wenn er in eine Beziehungsnetz verwoben ist.
    • Beides untrennbar

Der Mensch ist darin Gott ähnlich: Er ist ein einzelner, einmaliger, unverwechselbarer aber auch in eine Netzwerk von Beziehungen einbezogen.

Menschsein als Bild Gottes in seiner Entsprechung zu Gott in seiner Einheit

  • Der Mensch ist nicht erst da und nimmt dann Beziehung zu Gott auf
  • Ist in die Beziehung zu Gott schon hineingeschaffen und wegen dieser Person
  • „Seele“ ist tiefste Mitte Menschseins, die ihn in Beziehung zu Gott stellt und Mensch macht
  • Je mehr man Gott entspricht, in der Beziehung zu ihm lebt, umso mehr sei man Mensch, eigenständiger und freier
  • die Definition des Menschen ist seine Undefinierbarkeit
  • denn definieren heißt übersetzt: begrenzen, einschränken
  • der Mensch ist die Frage mit der Antwort: der unendliche Gott
  • ist fähig, das grenzenlose, unbegreifliche Geheimnis, das Gott selbst, entgegenzunehmen
  • Würde des Menschen resultiert aus Beziehung zu Gott
  • Menschen sind einzigartig und unauswechselbar
  • Unsere Wesensbestimmungen wie Würde, Unverzweckbarkeit, Einmaligkeit, die so selbstverständlich in unserer Gesellschaft wirken, kommen aus dem biblischen Gottesbild

Menschsein in Entsprechung zum trinitarischen Gott

  • Mehr Mensch, wenn er sich loslässt, wegschenkt, sich selbst vergisst, um dadurch zu sich selbst zu finden, zu gewinnen,
  • Nur im Miteinander-Sein und –Leben wird er voll Mensch
  • Lebensaufgabe: dem Rum und der Vorgabe Gottes zu entsprechen und das mehr und mehr zu werden, was Gott immer schon ist: Communio, Gemeinschaft, ein Netzwerk des Miteinander und Füreinander. Das „Communio Sanctorum“
  • Wer radikal bei sich bleibt, würde sich selbst zur Hölle machen, der totalen Einsamkeit, Beziehungslosigkeit und dem isoliert sein.
  • Jede Gabe Gottes ist auch eine Auf-Gabe
  • Befähigt, beauftragt: aktiv sein Leben in eigener Freiheit zu vollbringen
  • Kirche ist Zeichen und Werkzeug
  • Letzte Ziel der Schöpfung ist „Einheit“ bzw. „Trinitarisierung“
  • „Himmel ist die Vollendung der jetzt schon anhebenden „Communalisierung“ oder auch „Trinitarisierung“ der Menschheit
  • „Gott ist Communio und deshalb müssen wir Menschen Communio werden“