Zusammenhang vom christlichen Menschenbild und Trinitätsglauben
Geheimnis Mensch
- Mensch ist vieldeutig
- „Das ist doch menschlich“
- „… ist auch nur ein Mensch.“
- „Mutter Teresa – die war ein Mensch!“
- Frage: Wer bin ich eigentlich?
- Wer soll ich sein?
- Wer muss ich sein?
- Mensch ist ambivalent; Widerspruch
- Begrenzt, bedingt z. B. durch den Tod
- „Grenzenlos“, „unendlich“, nie am Ziel, immer neue Wünsche
- Menschen sind sich selbst eine einzige große Frage
- Romano Guardinis: „Nur wer Gott kennt, kennt den Menschen.“
- Gott ähnlich sein
- Nicht einfach eine Abbildung, Kopie oder Entsprechung
- Hat etwas unbedingtes wie Gott ins sich; von niemandem (nicht mal Gott) antastbare Würde, Hoheit und Größe
- „freies, ansprechbares und antwortfähiges Gegenüber“ Gottes
- Daraus folgt die Frage wer Gott sei
- Gott ist die Liebe, Beziehungswirklichkeit (Communio), Gemeinschaft
- Liebe erfordert eine Beziehung
- Gemeinschaft ist für uns die Beziehung von selbstständigen Personen, die auch selbstständig bleiben in einer Gemeinschaft
- Nicht als „Göttergemeinschaft“ verstehen
- Gott ist ein ewig dynamischer Prozess
- Darstellung in mehreren Bildern
- „Lebensaustausch“:
- Raum-Geben: Jede Person gibt der anderen in sich Raum d. h. die eine Person ist in der anderen, die andere in der einen
- Communio Gesetz: Je mehr man mit dem anderen verbunden ist, umso mehr ist man ein Selbst
- Gott ist
- Eine, einzelne, eigenständige Wesen
- Nur wenn er in eine Beziehungsnetz verwoben ist.
- Beides untrennbar
Der Mensch ist darin Gott ähnlich: Er ist ein einzelner, einmaliger, unverwechselbarer aber auch in eine Netzwerk von Beziehungen einbezogen.
Menschsein als Bild Gottes in seiner Entsprechung zu Gott in seiner Einheit
- Der Mensch ist nicht erst da und nimmt dann Beziehung zu Gott auf
- Ist in die Beziehung zu Gott schon hineingeschaffen und wegen dieser Person
- „Seele“ ist tiefste Mitte Menschseins, die ihn in Beziehung zu Gott stellt und Mensch macht
- Je mehr man Gott entspricht, in der Beziehung zu ihm lebt, umso mehr sei man Mensch, eigenständiger und freier
- die Definition des Menschen ist seine Undefinierbarkeit
- denn definieren heißt übersetzt: begrenzen, einschränken
- der Mensch ist die Frage mit der Antwort: der unendliche Gott
- ist fähig, das grenzenlose, unbegreifliche Geheimnis, das Gott selbst, entgegenzunehmen
- Würde des Menschen resultiert aus Beziehung zu Gott
- Menschen sind einzigartig und unauswechselbar
- Unsere Wesensbestimmungen wie Würde, Unverzweckbarkeit, Einmaligkeit, die so selbstverständlich in unserer Gesellschaft wirken, kommen aus dem biblischen Gottesbild
Menschsein in Entsprechung zum trinitarischen Gott
- Mehr Mensch, wenn er sich loslässt, wegschenkt, sich selbst vergisst, um dadurch zu sich selbst zu finden, zu gewinnen,
- Nur im Miteinander-Sein und –Leben wird er voll Mensch
- Lebensaufgabe: dem Rum und der Vorgabe Gottes zu entsprechen und das mehr und mehr zu werden, was Gott immer schon ist: Communio, Gemeinschaft, ein Netzwerk des Miteinander und Füreinander. Das „Communio Sanctorum“
- Wer radikal bei sich bleibt, würde sich selbst zur Hölle machen, der totalen Einsamkeit, Beziehungslosigkeit und dem isoliert sein.
- Jede Gabe Gottes ist auch eine Auf-Gabe
- Befähigt, beauftragt: aktiv sein Leben in eigener Freiheit zu vollbringen
- Kirche ist Zeichen und Werkzeug
- Letzte Ziel der Schöpfung ist „Einheit“ bzw. „Trinitarisierung“
- „Himmel ist die Vollendung der jetzt schon anhebenden „Communalisierung“ oder auch „Trinitarisierung“ der Menschheit
- „Gott ist Communio und deshalb müssen wir Menschen Communio werden“