BRC

Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlling

Marketing-Controlling

M

Marke­ting-Con­trolling

M

Marktwachstums-Marktanteils-Portfolio-Matrix (MMP)

P

Produktlebenszyklus

M

Marktpositionierungsanalyse

Marke­ting-Con­trolling

Werbeerfolgskontrolle

AIDA-Formel

  • Attention = Aufmerksamkeit erregen
  • Interest = Interesse wecken
  • Desire = Besitzwunsch wecken
  • Action = Kaufhandlung auslösen

Kennzahlen

Kennzahl Formel Beispiel Interpretation
Werberendite in % $$\frac{\text{Umsatzzuwachs}}{\text{eingesetzte Werbekosten}}$$ $$\frac{180.000}{150.000}=1,2\overset{\wedge}{=}120\%\rarr+20\%$$ 20% mehr Umsatz durch den Werbeplan oder ein eingesetzter 1€ bringt einen Umsatz von 1,20€
Tausender-Kontakt-Preis (TKP) $$\frac{\text{Kosten des Mediums} \times 1000}{\text{Kontakthäufigkeit mit dem Medium}}$$ $$\frac{60.000\times1.000}{200.000}=300$$ 1000 Kontakte kosten 300€
Streuerfolg (Affinität) in % $$\frac{\text{erreichte Nutzer aus der Zielgruppe}}{\text{gesamte Werbezielgruppe}}$$ $$\frac{36.000}{80.000}=0,45\overset{\wedge}{=}45\%$$ 45% der Leser, haben die Anzeige auch wahrgenommen.
Streuerfolg (Rücklaufquote) in % $$\frac{\text{Anzahl der Bestellungen}}{\text{Anzahl der Adressaten}}$$ oder $$\frac{\text{Anzahl der Käufer}}{\text{Anzahl der Anzeigen oder Prospekte}}$$ $$\frac{6.000}{36.000}=\frac{1}{6}\overset{\wedge}{=}16,\overline{66}\%$$ 16,66% der Leser, die die Anzeige auch wahrgenommen haben, haben auch ein Produkt bestellt.
Budgetquote in % $$\frac{\text{Werbebudgethöhe}}{\text{Gesamtumsatz}}$$ $$\frac{200.000}{6.000.000}=\frac{1}{30}\overset{\wedge}{=}3,\overline{33}\%$$ 3,33% des Umsatzes wurde in das Werbebudget investiert.
Bekanntheitsgrad in % $$\frac{\text{Zahl der Personen, die das Produkt kennen}}{\text{Zahl der Befragten insgesamt}}$$ $$\frac{6.000}{30.000}=\frac{1}{5}\overset{\wedge}{=}20\%$$ 20% der Befragten kennen das Produkt.

Es gibt noch mehr Kennzahlen in der Praxis.

Allen Rechnungen, deren Ergebnis in \( \% \) angegeben wird, kann noch der Zustaz "\( \times 100 \)"

Bei allen Zahlen sollte ein Vergleich in betracht gezogen werden. Dabei kann auf eigene Analysen vorheriger Erhebungen gegriffen werden oder es findet ein Vergleich mit den Branchenkonkurenten durchgeführt. Auch kann das genutzte Medium (Bsp.: Zeitung NOZ), um eine Einschätzung gefragt werden.

Kostenträgerzeitrechnung

vgl. Kalkulationsschema. Dazu kommen die Umsatzerlöse und es ist eine Betrachtung der Vergangenheit

$$\text{Umsatzerlöse}-\text{Selbstkosten des Umsatzes} = \text{Umsatzergebnis}$$

Alle Umsatzergebnisse zusammen sind das Betriebsergebnis

$$\text{Betriebserfolg in \%} = \frac{\text{Umsatzergebnis}}{\text{Selbstkosten}}$$

Einschätzung: ein positiver Wert ist ein Erfolg

$$\text{Wirtschaftlichkeit} = \frac{\text{Umsatzerlöse}}{\text{Selbstkosten}}$$

Über 1 ist ein Gewinn, unter nicht und damit unwirtschaftlich

Soll-Ist-Vergleich

Beim Soll-Ist-Vergleich wird überprüft, ob die gesetzten Ziele eingehalten wurden und welche Konsequenzen daraus gezogen werden müssen. Dabei berechnet man die prozentuale Abweichung.

Bsp.: Affinität: Soll 50% ist 45% Abweichung: \(\frac{0,45}{0,5}-1 = -0,1\overset{\wedge}{=}-10%\)

Wertschöpfungsanalyse

$$\text{absolute Wertschöpfung} = \text{Gesamtumsatz} - \text{Vorleistung}$$

$$\text{relative Wertschöpfung in \%} = \frac{\text{absolute Wertschöpfung}}{\text{Gesamtumsatz}}$$

Marktwachstums-Marktanteils-Portfolio-Matrix (MMP)

  • auch Consulting Group Matrix genannt
  • langfristiges Instrument kann aber für kurz- und mittelfristige Entscheidungen genutzt werden
MarktwachstumRelativer Marktanteil1%1234

Normstrategien

Questionmarks

  • hoher Kapitalbedarf
  • niedriger Deckungsbeitrag
  • Offensivstrategie

Starproducts

  • hoher Kapitalbedarf
  • hoher Deckungsbeitrag
  • Investitionsstrategie

Cash-Cows

  • geringer Kapitalbedarf
  • hoher Deckungsbeitrag
  • Abschöpfungsstrategie

Poor-Dogs

  • geringer Kapitalbedarf
  • niedriger Deckungsbeitrag
  • Desinvestitionsstrategie


$$relativer Marktanteil = \frac{eigener Umsatz im Segment}{Umsatz des stärksten Konkurrenten im Segment}$$

Die Wachstumsrate ist hoch, wenn sie größer als der Branchendurchschnitt ist. Der relative Marktanteil ist hoch, wenn er größer als 1 ist und somit das Produkt / Segment Marktführer ist. Die Kreise zeigen anhand der Größe den Umsatz.

Produktlebenszyklus

  • langfristiges Instrument
Umsatz/GewinnZeitEinführungWachstumReifeSättigungRückgangUmsatzGewinn
  • Einführungsphase: experimentierfreudige Kunden kaufen; hohe Werbeausgaben zur Überwindung der Markteintrittsbarrieren
  • Wachstumsphase: Kunden werden mutiger, Trend beginnt; verstärkte Werbeausgaben nötig
  • Reifephase: große Masse an Kunden, Konkurrenz bietet vergleichbare Produkte an, Produktvariation / -differenzierung vorbereiten ; Werbung für Nuten und Vorteile
  • Sättigung: nur noch Nachzügler fragen nach, jetzt neue Produktvariation / -differenzierung veröffentlichen; Werbung für Ursprungsprodukt nimmt ab
  • Rückgang: nachfrage sinkt weiter, neuartige / verbesserte Konkurrenzprodukte; Lager durch Sonderangebote räumen
In Zusammenarbeit mit Lina F. vielen Dank

Marktpositionierungsanalyse

Vergleicht Produktlinien / -gruppen mit ausgewählter Konkurrenz in zwei Kategoriepaaren (z. B. Umsatzerlöse und Kundenwahrnehmung) relativ zu einander. Über einen Zeitraum wiederholt kann man einen Verlauf sehen.

niedriger Faktor 1hoher Faktor 1niedriger Faktor2hoher Faktor2